Multitasking, wer kann’s besser, die Hausfrau, oder der Bürohengst?

Was ist das überhaupt genau, Multitasking?

Der Begriff Multitasking bzw. Mehrprozessbetrieb bezeichnet die Fähigkeit eines Betriebssystems, mehrere Aufgaben nebenläufig auszuführen. Übersetzt: Mehrfachaufgabe. Multitasking meint nicht, die gleichzeitige Ausführung von Tätigkeiten, die das gleiche Ziel haben, z. B. beim Autofahren gleichzeitig kuppeln und schalten. Multitasking ist das gleichzeitige Abarbeiten von Aufgaben mit verschiedenen Zielen, z. B. während des Autofahrens telefonieren.
In der EDV meint Multitasking die technische Verarbeitung mehrerer Befehle zur gleichen Zeit bzw. so rasch hintereinander, dass der Eindruck von Gleichzeitigkeit entsteht.

Viele sind nun schon im 2. Jahr im Home-Office. Aus eigener Erfahrung gestaltet sich das nicht immer harmonisch. Als Frau hast du deine Büroarbeit zu erledigen. Da sind die Kinder, die ja in der Heim-Schule sind und auch betreut werden wollen. Da ist der Haushalt, stopp – und dein Mann schlägt auch noch seinen Laptop am Küchentisch auf. Das alles unter einen Hut zu bringen, machst du schon einen Spagat. Mit dem technischen Fortschritt ergibt sich auch noch, dass du zeitgleich die Waschmaschine und Spülmaschine einräumst und laufen lässt. Puh, geschafft!

Da stellt sich mir die Frage:

Sind wir Menschen denn eigentlich Multitaskingfähig?

Die Fähigkeit zum Multitasking erscheint im modernen Alltag wünschenswert, wenn nicht sogar fast schon als Voraussetzung: E-Mails beantworten, telefonieren und nebenbei noch produktiv und zielorientiert arbeiten wird längst von vielen im Job erwartet. Ich frage mich, ob vielleicht an den Anforderungen an moderne Jobs etwas nicht stimmig ist? Sind Menschen wirklich zu echtem Multitasking fähig und gibt es dabei Unterschiede zwischen den Geschlechtern?

Forschungen ergaben, für das Gehirn ist Multitasking gar nicht möglich. Wenn wir zur gleichen Zeit ein Telefongespräch führen und eine E-Mail lesen, dann führen wir beide Aufgaben blitzschnell hintereinander aus, aber nicht gleichzeitig. Wir springen zwischen den Tätigkeiten hin und her. Das klappt lt. der Forscher auch nur mit maximal zwei Aufgaben. Dabei ist eine hohe Aufmerksamkeit notwendig, die zwischen beiden Aufgaben aufgeteilt werden muss. Das geht zu Lasten der Effizienz. Wir brauchen länger, als wenn wir nacheinander telefoniert und die E-Mail gelesen hätten.

Nachteile von Multitasking

Die Fähigkeit, den Fokus nur auf eine einzige Sache zu richten, geht beim Multitasking verloren. Außerdem steigt die Ausschüttung von Stresshormonen. Der Druck, alles auf einmal und dann noch schnell erledigen zu müssen, lässt die Fehlerquote steigen.

Unser Gehirn filtert automatisch alles, was auf uns einwirkt, auf eine für uns erträgliche Menge. Wenn es dann noch mit mehreren Aufgaben, die gleichzeitig zu erledigen sind, gefordert wird, werden die Filter noch mehr gedrosselt. Noch extremer ist es bei hochsensiblen Menschen. Sie sind viel schneller überfordert von Reizen, die auf sie einströmen.

Wenn man zwei Dinge auf einmal tut, geraten beide selten gut.

Das wussten schon unsere Ahnen. Warum sollte dieses Sprichwort in unserer modernen Gesellschaft auf einmal nicht mehr stimmen? Vielleicht haben wir einfach nur verlernt, auf die Weisheiten unserer Vorfahren zu hören?

Es gibt wie bei allem, auch hier Ausnahmen. Wenn eine der beiden Tätigkeiten, die wir gleichzeitig ausführen, unterbewusst getan wird, dann funktioniert Multitasking ganz gut. Ich liebe es z. B. beim Abwasch oder beim spazieren gehen einen Podcast zu hören. Der Abwasch oder das spazieren gehen fordert keine erhöhte Aufmerksamkeit, weil das Tätigkeiten sind, die wir automatisiert ausführen und nicht groß drüber nachdenken müssen.

Autofahren funktioniert ja auch automatisiert, jedenfalls nach längerer Fahrpraxis. Diese Tätigkeit ist aber sehr komplex. Auf den Verkehr müssen wir ja auch noch achten. Wenn wir dabei also beispielsweise telefonieren, dann geht unsere ungeteilte Aufmerksamkeit verloren. Auch hier zeigten Studien, dass bei gleichzeitigem Fahren und Telefonieren mehr rote Ampeln übersehen wurden bzw. sich die Reaktionsgeschwindigkeit verringerte.

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Was passiert beim Singletasking?

Mit einer einzigen Aufgabe, auf die wir uns konzentrieren, sind wir fokussiert. Wir haben den Kopf frei von dem Druck, alles gleichzeitig schaffen zu müssen. Wir agieren unserer Natur entsprechend. Die Konzentration bleibt konstanter. Wir müssen nicht ständig durch die Unterbrechungen von vorn anfangen zu überlegen.
Das spart Zeit und Energie. Wir sind mehr im Moment und nicht mit den Gedanken bei den vielen Dingen, die noch zu tun sind. Der Druck im Kopf ist weg und es passieren weniger Fehler.

Wer kann es denn nun besser?

Ich würde sagen weder Mann noch Frau sind dafür geboren. Auch die Forscher haben bis heute keinen Beweis für den Mythos, dass Frauen besser in Multitasking sind. Da Frauen im Alltag in der Regel Arbeit, Kinder, Partnerschaft und Haushalt gleichzeitig unter einen Hut bringen, wurde ihnen das angedichtet, denke ich.

Ich als hochsensible Person hatte für mich noch nie den Eindruck, dass Multitasking eine Option für mich sei. Mein gesunder Menschenverstand sagte mir schon immer, dass ich das nicht können muss.

Fazit

Bei einfachen Aufgaben funktioniert Multitasking ganz gut.

Bei komplexeren Aufgaben, für die wir viel Aufmerksamkeit und Konzentration benötigen, ist Singletasking die bessere Alternative. Wir können uns dann ganz auf eine Sache fokussieren. Die Fehlerquote sinkt und es geht schneller.

Ich finde es schon abenteuerlich, überhaupt auf die Idee zu kommen, einen Computer mit einem Menschen zu vergleichen. Der Begriff Multitasking kommt ja aus der Computerwelt. Selbst der Computer erledigt ja die Befehle, die er bekommt, sehr schnell hintereinander. Es entsteht nur der Eindruck, das sei gleichzeitig. So ein Rechner hat auch keine Bedürfnisse, wie wir Menschen. Er braucht keine Pausen, kein soziales Umfeld. Er hat keine Gefühle.

Meiner Ansicht nach ist Multitasking ein Irrtum unserer leistungsorientierten Gesellschaft.

Wenn der Plan allerdings ist, die Menschen von sich selbst zu entfernen und zu funktionierenden Robotern zu machen, dann ist Multitasking sehr gut dazu geeignet. Wir lernen dadurch wunderbar, unsere Gefühle und Bedürfnisse zu unterdrücken.

Wie immer gilt. Das ist unsere, Utes und Gabrieles, subjektive Sicht. Denkt selber, macht euch euer eigenes Bild und nehmt nur das mit, was in eurem Inneren ein lautes JA hervorbringt. Welche Gedanken und Impulse bekommt ihr bei dem Thema? Schreibt uns gern eure Meinung und eure Impulse in die Kommentare. Alles ist willkommen.

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Zusammenfassung
Multitasking, wer kann’s besser, die Hausfrau, oder der Bürohengst?
Multitasking, wer kann’s besser, die Hausfrau, oder der Bürohengst?
Kurzbeschreibung
Die Fähigkeit zum Multitasking erscheint im modernen Alltag wünschenswert, wenn nicht sogar fast schon als Voraussetzung. Sind Menschen wirklich zu echtem Multitasking fähig und gibt es dabei Unterschiede zwischen den Geschlechtern?
Autor
Spiel deines Lebens

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