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Wir leben in einer Welt der unendlichen Möglichkeiten. Man könnte so vieles entdecken, ausprobieren und erleben. Träume könnten Wirklichkeit werden. Und doch tun die meisten von uns jeden Tag irgendwie das gleiche, denken dieselben Gedanken, fühlen die bekannten Gefühle. Selbst dann, wenn Handeln, Denken und Gefühl nicht glücklich machen. Warum fehlt uns die Motivation für etwas neues?

Ausreden verhindern Motivation

Wir Menschen sind Meister im Erfinden von Erklärungen und Ausreden. Dadurch wissen wir immer, warum etwas gerade nicht möglich ist.

  1. Die neue Aktivität könnte ja unangenehm oder zu schwer sein. Die langfristige Perspektive wird zu klein gedacht. Dagegen malt man sich die anstehenden Herausforderungen übermäßig groß aus. Für diese Einschätzung meint man, schlagkräftige Beweise zu haben. Es lässt sich immer jemand finden, der bei etwas ähnlichem große Probleme hatte. Und Menschen, die mit so etwas erfolgreich sind, beachtet man vermutlich nicht.
  2. Man meint, dass vorher unbedingt dies oder das erledigt sein muss. Dies und das sind natürlich ungeliebter Kram, den der Druck noch schlimmer macht. Dadurch rückt das, was man gerne machen würde, in weite Ferne und in den Hintergrund. Das vorgelagerte Hindernis erstickt die Motivation, überhaupt anzufangen.
  3. Man braucht andere dafür. Oft meint man, dass man eine Aktivität nicht beginnen kann, ohne einen anderen, der einen wichtigen Teil dazu beiträgt. Der andere aus unserem Bild existiert aber nicht oder hat eigene Pläne. Und solange nicht sichergestellt ist, dass jemand mit dabei ist, unser Projekt umzusetzen, strengt man sich lieber nicht unnötig an.
  4. Man zweifelt an sich selbst. Man glaubt nicht an seine Fähigkeiten und vergleicht sich mit anderen. In der Wahrnehmung fokussiert man sich auf die eigenen Schwächen und Schwierigkeiten. Pläne richten sich nach den Vorstellungen anderer, um sie zu beeindrucken. Unbewusst erlaubt man sich kein erfülltes Leben. Das ist nicht SELBST-bewusst.

Mit diesen oder anderen Ausreden rechtfertigen wir für uns selbst, weshalb alles so bleibt, wie es gerade ist – auch wenn die Situation schmerzhaft ist. Je mehr Erklärungen wir finden, desto kleiner wird die Motivation. Wie soll man motiviert etwas beginnen, wenn die Stimmen im eigenen Kopf fortwährend Zweifel und Ausreden diskutieren?

Unfreiwillige Motivation, weil der Schmerz drückt

Manche Aktivitäten wollen getan werden, obwohl wir uns mit den allerbesten Ausreden davor zu drücken versuchen. Daraus entstehen immer schwerzhaftere Situationen. Der Wunsch, den Schmerz zu vermeiden, ist eine starke Motivation. Sehr vieles tun wir im Leben, um unangenehme Konsequenzen zu vermeiden. Es ist die Angst vor Ungemach, die uns antreibt und in Bewegung hält. Wir erscheinen jeden Tag bei der ungeliebten Arbeit, um nicht rausgeworfen zu werden oder um die Miete bezahlen zu können. Wenn wir dem Partner zuliebe abnehmen, ist der tiefere Antrieb die Angst, andernfalls nicht geliebt zu werden. Unbewusst erwarten wir, die Zielerreichung würde glücklich machen.

Diese Motivation kommt von außen, weil etwas oder jemand im Umfeld den Antrieb auslöst. Man lernt für die Prüfung. Man putzt, damit der Partner sich freut. Man ist ‚normal‘, um keinen Ärger zu bekommen. Wir sind sehr daran gewöhnt, unser Handeln – genauso wie unser Denken – am Außen auszurichten. Und wenn die Motivation mal fehlt, suchen wir danach bei anderen.

Es gibt auch etwas tief in uns drinnen, wodurch wir vollkommen unabhängig von irgendwelchen äußeren Faktoren aktiv sind. Man spricht von intrinsischer Motivation. Eine eigene innere Vision ist der Antrieb. Folgt man ihr, entsteht ein Gefühl von Sinnhaftigkeit.

Echte Motivation, wenn die Vision zieht

Motivation ist eine Frage der Einstellung und Haltung. Wahre, intrinsische Motivation weiß, dass man jeden Tag auf der Reise ist. Es geht nicht darum, ein Ziel zu vollenden. Denn ein erreichtes Ziel macht nur kurzfristig glücklich. Danach geht das Leben schließlich weiter und man darf sich neue Dinge vornehmen. Dabei dürfen wir durchaus unsere Ziele anpassen und mehr von dem in unser Leben holen, was uns wirklich erfüllt. Sehe ich den Sinn in meinem Leben, weiß ich immer, warum ich die nächsten Schritte tue. Dann spielt es auch keine Rolle, ob sie leichter oder schwieriger sind.

Wir dürfen uns und unserem Leben eine Vision geben, die groß ist, die über den bekannten Tellerrand hinaus reicht. Die Vision darf so groß sein, dass alle unsere Träume darin vorkommen können. Würde man irgendwann vor dem Moment stehen, die Vision erfüllt zu haben, war sie definitiv zu klein. Eine Vision ist nicht dazu da, sie jemals zu erreichen. Sie ist die Quelle für Ideen und Motivation in unserem Leben.

Von der eigenen Vision durch das Leben gezogen zu werden, lässt uns authentisch und motiviert Aktivitäten tun, die uns echt sinnvoll erscheinen. Entdecke und lebe deine Erfüllung. Wie von selbst wird immer Motivation da sein.


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